
                     Informationen ber HIMES


HIMES ist ein Signalverarbeitungsprogramm fr die HITACHI-Speicher-
oszilloskope.
Mit diesem Programm haben Sie die Mglichkeit, die Daten vom Digitalen
Speicheroszilloskop zum PC zu bertragen und dort numerisch zu verar-
beiten.


Datenstruktur


HIMES ermglicht Ihnen die Arbeit mit bis zu acht Kanlen. Die beiden
Standardkanle und die zwei Referenzkanle des DSO's sind den ersten
vier Kanlen des Programmes fest zugeordnet.
Das bedeutet, da beim Lesen vom DSO bzw. beim Schreiben zum DSO die
ersten vier Kanle des Programmes genutzt werden.
Die weiteren vier Signalkanle knnen mit berechneten oder gespei-
cherten Signalen belegt werden.


Anzeige (Display)


HIMES verfgt ber eine grafische Nutzeroberflche. Im Zentrum des
Schirms liegt der Anzeigebereich fr die Signale. Sie knnen zwischen
einem groen oder zwei kleinen Anzeigefenstern whlen. Fr jedes
Fenster mssen Sie die aktiven Signale festlegen. Immer nur ein
Fenster kann aktiv sein.
Die in diesem Fenster festgelegten Signale sind die derzeitig aktiven
und knnen zu Cursormessungen und zum Zoomen herangezogen werden.
An der Oberkante des Bildschirmes sehen Sie einen Balken mit verschie-
denen Mens. An der rechten Kante finden Sie Angaben zu den horizon-
talen und vertikalen Ablenkfaktoren aller verwendeten Signale.
Am unteren Rand befindet sich eine Zeile, in der alle aktiven Signal
des aktiven Fensters und die Koordinaten der Cursor angegeben sind.


Befehle (Commands)


Das Programm arbeitet in zwei Modi. Nach Programmstart befindet es
sich im Befehlsmode, den Sie an der roten Umrandung eines der Mens
erkennen. Dieser rote Rahmen ist der Befehlsselektor.
Sie knnen Ihn mit der Maus, mit den Cursor-Richtungspfeilen oder mit
dem Anfangsbuchstaben des Befehls bzw. Mens bewegen.
Die andere Betriebsart ist der Grafik-Mode, in dem Sie die beiden
kreuzfrmigen Cursor zum Messen oder Festlegen des Zoom-Bereiches
positionieren knnen. Sie knnen zwischen den beiden Modi mit der
rechten Maus-Taste oder der Esc-Taste der Tastatur umschalten.
Alle Befehle sind in verschiedenen pull-down-Mens zusammengefat.
Die Namen der Mens erscheinen in der Kopfzeile.
Wenn sich der Befehlsselektor auf einem Men befindet und mit der Maus
oder der entsprechenden Cursortaste nach unten bewegt wird, wird das
pull-down-Men geffnet, in dem Sie wieder verschiedene mgliche
Befehle sehen knnen. Mit dem Befehlsselektor knnen Sie einen davon
auswhlen und durch Bettigung der linken Maus- bzw. der Return-Taste
der Tastatur ausfhren lassen. Durch Bewegung des Selektors nach links
oder rechts lassen sich direkt andere Submens auswhlen. Durch Betti-
gung der rechten Maus-Taste oder der Esc-Taste der Tastatur erreichen
Sie wieder die Befehls-Kopfzeile. Einige spezielle Kommandos knnen
Sie direkt durch Bettigung der entsprechenden Funktionstasten von
jeder Stelle im Programm aus ausfhren lassen.



                              Eingabe / Ausgabe

Das Programm bietet 3 Mglichkeiten mit verschiedenen HITACHI DSO's zu
kommunizieren:
                - RS 232        : VC-6023/24/25/45, VC 6145, VC-6155
                                  und VC-7xxx, VC-54xx
                - GPIB          : VC-6x65, VC-6x75 und VC-7xxx
                - DIRECT        : VC-6x75

Das Programm kann ebenfalls Memory-cards der VC-6x75 Serie, ber einen
card reader (Option), verbunden ber die RS 232 Schnittstelle, Lesen
und Beschreiben. Natrlich knnen auch Daten von den Computer-Laufwerken
geladen und gespeichert werden.


Anforderungen an den PC


HIMES ist auf einem PC lauffhig wenn:

- eine Maus vorhanden ist (nicht zwingend);
- ein RS232-Interface vorhanden ist;
- ein Diskettenlaufwerk vorhanden ist;
- ein gengend groer Hauptspeicher (abhngig von der Signalanzahl,
  minimal 512 KB) existiert.


Parameter beim Programmstart (Commandline parameters)

Um HIMES zu starten, mssen Sie folgendes eingeben:

          HIMES [Filename] [/R] [/E].

Die drei in eckige Klammern gesetzten Parameter sind optional. Der
erste spezifiziert den Namen eines Programmfiles, das nach Start
von HIMES ablaufen soll. Das geschieht, wenn auch der zweite Para-
meter angegeben wird.
Angabe des dritten Parameters legt fest, da nach Ablauf des mit
dem angegebenen Filenamen bezeichneten Interpreterprogrammes auch
HIMES abbricht.


Beschreibung der Befehle


1. Daten (Data)


1.1. Lesen (Read)

Die aktiven unter den ersten vier Kanlen werden mit gelesenen
Daten vom DSO belegt. Der Befehl kann mit der F1-Taste ausgelst
werden.


1.2. Schreiben (Write)

Wenn Kanal 3 und/oder 4 aktiv sind, werden ihre Werte mit diesem Befehl
in die entsprechenden Referenzspeicher Save A und Save B des DSO's
bertragen. Bei dem 4-Kanal-Gert VC-6145 entsprechen die Kanle 5 bis 8 den
Referenzspeichern Save A bis Save D. Bei den DO's VC-710xund VC-54xx arbeitet
dieser Befehl nicht.


1.3. Laden (Load)

Signale knnen von Diskette oder Festplatte geladen werden.
Nach Wahl dieses Submens folgt eine Abfrage, welches File
in welchen Kanal zu laden ist.  Wird als Kanalnummer 0 angegeben, so werden
alle aktiven Kanle im aktiven Fenster geladen. Zur Unterscheidung der
einzelnen Files wird die Kanalnummer an den Filenamen angehngt.
Fr den Filenamen sind Bezeichnungen wie *.DSO zulssig. Filename und
Kanalnummer mssen durch Leerzeichen oder Komma getrennt werden.
Die Filenamen WAVExxxx.DAT (xxxx ist eine Zahl von 0 bis 9999) sind reserviert
fr den Zugriff auf die IC-Karte ber ein DO vom Typ VC-700x oder auf die 100
internen Referenzspeicher eines VC-54xx. Sollen diese
Filenamen auf einem sonstigen Datentrger benutzt werden so ist der Laufwerks-
buchstabe dem Filenamen voranzustellen auch wenn das aktuelle Laufwerk benutzt
wird und die Laufwerksbezeichnung eigentlich berflssig ist.


1.4. Speichern (Save)

Speichern von Signalen auf Diskette oder Festplatte. Fr die Para-
meter gilt das gleiche wie fr Laden. * und ? sind im Filenamen
nicht erlaubt. Angabe von 'a' oder 'A'als optionalen dritten Para-
meter fhrt zur Speicherung der Daten im (lesbaren) ASCII-Format.
Angabe von 'd' oder 'D'als optionalen dritten Parameter fhrt zur
Speicherung der Daten im (lesbaren) DADISP-Format. Angabe von 'i' oder
'I' als dritten Parameter oder ein Dateiname der Form 'WAVExxxx.DAT',
wobei xxxx eine Zahl ist, fhrt zur einer Speicherung der Daten im
Format welches auf den IC-Karten fr den VC-7xxx verwendet wird.
Wird ein Dateiname der Form 'WAVExxxx.DAT' ohne zustzliche Laufwerkskenn-
zeichnung verwendet so werden die Daten ber das DO in die eingesteckte
IC-Karte geschrieben.


1.5. Quittieren (Quit)

Beendet das Programm.



2. Anzeige (Display)


2.1. Fenster (Window)

Dient der Konfigurierung des Bildschirmes. Zuerst lt sich fest-
legen, welches Fenster das aktive sein soll, danach lassen sich
die aktiven Kanle bestimmen.
Mit der F2-Taste kann man zwischen zwei Fenstern umschalten.


2.2. Kontinuierlich (Continous)

Stndiges Aktualisieren des Bildschirmes. Daten werden laufend
vom DSO gelesen und angezeigt. Wird mit Bettigung einer Taste
abgebrochen.


2.3. Zoom/Curs

Schaltet in den Cursor-Mode um.


2.4. Verschieben (Move)

Kopiert einen Kanal in einen anderen.


2.5. Lschen (Delete)

Lscht einen oder mehrere Kanle.


2.6. Plotten (Plot)

Plottet das aktive Fenster auf einem Plotter oder in ein File.


2.7. Drucken (Print)

Druckt das aktive Fenster auf einem Drucker oder in ein File.
Wenn ein Ausgabefile mit der Extension ".PCX" gewhlt wird so
werden die Printdaten im PCX-Format in diese Datei geschrieben.
Solche Dateien lassen sich nachbearbeiten und knnen zu
Dokumentationszwecken von verschiedenen DTP- und Textprogrammen
eingbunden werden.



3. Berechnungen (Calc)


3.1. Interpreter (Interpr)

Startet den internen Interpreter. Mit diesem Interpreter lassen
sich eigene Spezialberechnungen und Sonderprogramme realisieren.
Wird durch die F3-Taste aktiviert (nur in der erweiterten Version
von HIMES).


3.2. Mathematik (Math)

Eine Auswahl mathematischer Operationen steht zur Verfgung.


3.3. Filter

Fr die FFT stehen verschiedene Filterfunktionen zur Auswahl (nur
in der erweiterten Version von HIMES).


3.4. FFT

Bietet eine Auswahl unterschiedlicher FFT's an (nur in der
erweiterten Version von HIMES).



4. berwachung (Watch)

Dieses Submen ermglicht die automatische berwachung von bis
zu zwei Signalen. Fr jedes Signal lassen sich Grenzen defi-
nieren, deren Einhaltung automatisch berwacht wird (nur in
der erweiterten Version von HIMES).


4.1. Editieren (Edit)

Editieren der Signalgrenzen (nur in der erweiterten Version von
HIMES). Das Bezugssignal wird angezeigt, mit der Maus knnen die
Grenzen festgelegt (gezeichnet) werden.
Nach Bettigung der linken Maus-Taste wird ein neuer Bereich
der Grenze, ausgehend vom letzten berechneten Punkt, zur gegen-
wrtigen Cursor-Position berechnet.
Nach Erreichen des rechten Bildrandes ist die Grenze definiert
und mit der Bestimmung der nchsten Grenze kann begonnen werden.
Nachdem zwei Grenzen definiert wurden, kann der Editier-Mode
durch Drcken der rechten Maus-Taste verlassen werden. 
Wenn die Grenzen zum anschlieenden Transfer als Grezen fr den 
GO-NO-Betrieb benutzt werden sollen, aktivieren Sie bitte die Option 
DISP-MEM unter DIV OPT'NS.


4.2. Start

Start der automatischen Grenzwertberwachung (nur in der erwei-
terten Version von HIMES).
Mit jedem Mezyklus werden Daten vom DSO gelesen und mit den
fesrgelegten Grenzen verglichen. Liegen die Daten auerhalb
der Grenzwerte, wird dies durch eine Bildschirmausgabe signali-
siert. Das erste grenzwertbertretende Signal wird gespeichert.
Es wird ein Log-File angelegt. Die Angabe eines Filenamens zur
Speicherung aller fehlerhafter Signale ist ebenfalls mglich.


4.3. Alarm

Es lt sich festlegen, ob ein akustischer Alarm nur beim ersten
Fehler, bei jedem Fehler oder berhaupt nicht ausgelst werden
soll.

4.4. Transfer

Transferieren der Grenzen in das DO (nur in der erweiterten Version von HIMES).
Die Signale in den Kanlen 5 und 6 werden in das angeschlossene DO (VC-7xxx oder
VC-54xx) geladen und dort als Grenzen fr den GO-NOGO-Mode verwendet. Die
Signale lassen sich entweder mit der Edit-Funktion erzeugen oder es knnen
andere beliebig erzeugte Signale (z.B. von Platte geladen, im Interpreter
erzeugt) verwendet werden.


5. Oszilloskop (Scope)


5.1.a  X-Ablenkfaktor (Time Range)
                               ( nur wenn DSO-Typ nicht VC-7xxx oder VC-54xx )

Der Ablenkfaktor des DSO's kann eingestellt werden (Zeitbasis).


5.1.b  Manuelles Einstellen (Man Setup)
                                      ( nur bei DSO-Typ VC-7xxx oder VC-54xx )

Fernsteuerung der Kanaleinstellung, der Zeitablenkung und der Triggerbedingungen
vom PC aus.


5.2. Einzelschu (Shot Norm)

Man hat die Auswahlmglichkeit zwischen einem einzelnen "Schuss"(Shot Norm),
einer Mittelwertbildung ber mehrere "Schsse"(Shot Avg) und
berhaupt keinem"Schu"(No Shot).
Die ausgewhlte "Schuart" wird vor jedem Lesen von DSO-Daten ausgefhrt.


5.3.a  Ausfhren des "Schusses" (Exec Shot)
                               ( nur wenn DSO-Typ nicht VC-7xxx oder VC-54xx )

Die ausgewhlte "Schuart" wird ausgefhrt.


5.3.b  Run / Hold
                                       ( nur bei DSO-Typ VC-7xxx oder VC-54xx)

Die Betriebsart des Oszilloskops wird gendert.


5.4.a  Anforderung (Request)
                               ( nur wenn DSO-Typ nicht VC-7xxx oder VC-54xx )

Ausfhrung eines Service-Request am GPIB-Bus.


5.4.b  Setup laden (Rec Setup)
                                     ( nur bei DSO-Typ VC-7xxx oder VC-54xx )

Eine Gerteeinstellung wird von der Platte oder aus den internen Setupspeichern
des Oszilloskops ( Dateinamen S1 bis S10 ) geladen und das Oszilloskop
entsprechend eingestellt.


5.5.a  Initialisieren (Init)
                               ( nur wenn DSO-Typ nicht VC-7xxx oder VC-54xx )

Initialisiert den GPIB-Bus.


5.5.b  Setup speichern (Save Setup)
                                       ( nur bei DSO-Typ VC-7xxx oder VC-54xx)

Die aktuelle Gerteeinstellung des Oszilloskops wird auf Platte gespeichert oder
in den internen Setupspeichern des Oszilloskops ( Dateinamen S1 bis S10 )
abgelegt.


5.6. Autosetup
                                      ( nur bei DSO-Typ VC-7xxx oder VC-54xx )

Die Autosetup-funktion des Oszilloskops wird gestartet.


5.7. Dial/Hngup
                                      ( nur bei DSO-Typ VC-7xxx oder VC-54xx )

Anwhlen eines DO VC-54xx ber ein angeschlossenes Modem.



6. Optionen (Option)


6.1. Display-Optionen (Displ-Opt)

An- oder Ausschalten von 9 Optionen :
  Grid   : Anzeige eines Rasters auf dem Bildschirm.
  Interp : Interpolation der einzelnen Punkte des Signals.
  Envelope : Envelopemode
  Dispmem  : Wenn diese Option gesetzt ist wird bei den RSO's VC-6023/24/25/45
             und VC-6145 oder den DO's VC-54xx und VC-7xxx nur der Bildschirm-
             speicher bertragen, sonst wird das gesamte Signal bertragen. Wenn
             Sie die Signale als Referenzsignal zur Erzeugung der GO-NOGO-
             Grenzen benutzen wollen, mssen Sie diese Option aktivieren.
  Persistance : Funktioniert in Verbindung mit der kontinuierlichen Daten-auf-
                nahme und anzeige. Die alten Signale werden nicht gelscht,
                sondern nur heller dargestellt. Die neuen Signale werden einfach
                dazu angezeigt. So entsteht mit der Zeit ein Bild aus vielen
                Signalen, aus dem Minimal- und Maximalwerte, sowie Phasenver-
                schiebungen erkennen kann. Auch langfristige Signalvernderungen
                sind feststellbar. Die Dokumentation dieser Bilder ist nur ber
                eine Hardcopy des Bildschirms mglich. Sobald das Bild neu
                aufgebaut wird sind nur noch die zuletzt aufgenommenen Kurven
                sichtbar, da die alten heller dargestellten Signale nur auf
                dem Bildschirm 'gespeichert' werden.
  Condensed   : Ist diese Option eingeschaltet, wird dei einer Hardcopy ber die
                Print-Screen-Taste das Schirmbild verdichtet dargestellt. Bei
                manchen Druckern ist dann die Schrift jedoch kaum noch lesbar.
  XY-Mode     : Ist diese Option eingeschaltet, so werden die Signale im XY-Mode
                dargestellt. Die Auswahl der X-Kanle erfolgt wit dem WINDOW-
                Kommando.
  Landscape   : Ist diese Option eingeschaltet, druckt der Drucker ein Bild pro
                Seite im Querformat, sonst werden 2 Bilder pro Seite im
                Hochformat gedruckt. Bei der Benutzung eines Laserdruckers ist
                zu beachten, da im Hochformat das Blatt erst nach dem zweiten
                Bild ausgedruckt wird. Ein Ausdruck nach dem ersten Bild ist
                nur ber einen manuellen Ausdruck mittels Bedientasten mglich.
  Parameter   : Ist diese Option eingeschaltet, werden beim Drucken und Plotten
                zustzlich die Parameter berechnet und mit ausgegeben.

6.2. Anzeige (Disp)

Auswahl der Angabeart der Cursorpositionen.

Auswahlmglichkeiten: - disp normal  : Die absolute Lage des aktuellen
                                       Cursors wird angezeigt.

                      - disp delta   : Die Lagedifferenz zweier Cursor
                                       wird angezeigt.

                      - disp freq    : Wie disp delta, die Differenz in
                                       der Zeitachse wird als Frequenz
                                       (1/delta t) angezeigt.

                      - disp off(aus): Keine Positionsanzeige.


6.3. DSO-Typ(DSO-type)

Auswahl des angeschlossenen Oszilloskops.



Befehle im Cursor-Mode

Im Cursor-Mode lassen sich Cursormessungen ausfhren. Beide Cursor
knnen durch die Maus oder durch die Cursor-Tasten der Tastatur
bewegt werden.
Um von einem zum anderen Cursor umzuschalten mu die rechte Maus-
Taste oder die Return-Taste der Tastatur bettigt werden.
Im Cursor-Mode lassen sich viele Kommandos ber Funktionstasten
auslsen.


F1 :   Lesen von Daten vom DSO.

F2 :   Umschalten zwischen zwei Anzeigefenstern.

F3 :   Starten des Interpreters (nur in der erweiterten Version von HIMES)

F4 :   Mathematische Berechnungen.

F5 :   Auswahl des Mekanales.

F6 :   Berechnung der Anstiegs- und Abfallszeiten, des ber- und Unter-
       schwingens (nur in der erweiterten Version von HIMES).
       Fr die horizontalen Positionen der Cursor (die als 0 %- und
       100 %-Amplituden definiert werden) werden die Anstiegs- und
       Abfallszeiten, das Unter- und berschwingen berechnet.
       (nur in der erweiterten Version von HIMES)

F7 :   Es werden die Signal-Parameter fr das Mesignal zwischen den beiden
       cursorn berechnet.
       (nur in der erweiterten Version von HIMES)

F8 :   Die vertikale Lage des aktiven Cursors definiert eine Ampli-
       tudenschwelle. Es wird berechnet, wie oft diese Schwelle vom
       Signal berschritten wird, wie gro die Frequenz der ber-
       schreitungen ist und welches Verhltnis zwischen den Signal-
       anteilen oberhalb der Schwelle und und denen unterhalb der
       Schwelle besteht.(nur in der erweiterten Version von HIMES)
       (nur in der erweiterten Version von HIMES)

F9 :   Zoomt die Flche zwischen zwei Cursorpositionen auf volle
       Bildschirmgre.

F10 :  Fixiert die Cursor am Signalverlauf. Die Cursor knnen nur
       noch entlang des Signales bewegt werden. Wird mit F10 auch
       wieder aufgehoben.





Shift + F3:   Starten eines Programmes innerhalb des Interpreters
              (nur in der erweiterten Version von HIMES)

Shift + F5:   Schaltet die Art der Cursor-Messung um.

Shift + F9:   Stellt ein gezoomtes Signal wieder in seiner originalen
              Gre dar.

Print-Screen: Startet den Druck einer Bildschirm-Hardcopy. Das in dem
              PRINT-Befehl angewhlte Interface oder Datei wird als
              Ausgabemedium benutzt.


"#"  : Ruft die manuelle Einstellung des Oszilloskops auf.
                                              ( nur bei VC-7xxx oder VC-54xx )

"<"  : Liest die aktuelle Einstellung des Oszilloskops in den PC. Wichtig
       nachdem am Oszilloskop manuelle Einstellungen vorgenommen wurden.
                                              ( nur bei VC-7xxx oder VC-54xx )
"@"  : Anwhlen eines DO's ber Telefonleitung und Modem. (nur bei VC-54xx)


Interpreter (nur in der erweiterten Version von HIMES)

Der Interpreter ermglicht Ihnen das Schreiben von eigenen Applikationsprogrammen.
Diese Programme lassen sich entweder mit dem eingebauten Texteditor
oder extern mit einem Editor ihrer Wahl schreiben.
Auf jeder Zeile darf nur ein Statement stehen, wenn eine Zeile mit "\"
endet bedeutet das, da die Fortsetzung des Statements auf der
nchsten Zeile steht.

Der eingebaute Editor untersttzt folgende Sondertasten :
  - die vier Cursor-Tasten
  - die Page-up- and Page-down-Taste
  - die Home- and End-Taste
  - die Delete-Taste
  - die Backspace-Taste
  - die Insert-Taste

Um eine einfachere Handhabung von Ein-Zeilen-Kommandos su erreichen, bietet
der Interpreter eine Wiederhol-Funktion. Wird direkt nach dem Prompt "# "
die Leertaste gedrckt, so wird das letzte Kommando in die aktuelle Zeile
bernommen und kann verndert und dann neu gestartet werden.


Mgliche Daten


Fr Anwenderprogramme stehen zwei Datenformen zur Verfgung:


- 9 Register die je eine Zahl (R1...R9) speichern knnen;

- 8 Kanle, die die Signale so speichern, wie sie vom DSO gelesen
  werden (CH1..CH8).


Mgliche Stukturen


Der Interpreter ermglicht drei Arten von Programmstrukturen.

- die if-Bedingung (if-clause)


if <boolscher Ausdruck>
Anweisung
 . (Teil 1)
.
else
Anweisung
. (Teil 2)
.
endif

Wenn der boolsche Ausdruck wahr ist, wird Teil 1 ausgefhrt,
andernfalls Teil 2.


- die while-Schleife (while-loop)


while <boolscher Ausdruck>
Anweisung
.
.
endwhile

Whrend (while) der boolsche Ausdruck wahr ist, werden die Anweisungen
innerhalb der Schleife ausgefhrt.

- call Unterprogramm (call subprogram)
.
.
- call Marke (call Label)
.
.
Marke:
.
.
return

Das Programm fhrt die Anweisungen zwischen der Marke (Label) und
return aus. Danach wird die auf den Unterprogrammaufruf folgende
Anweisung ausgefhrt. Verschachtelungen zwischen den Strukturen
sind mglich.


Operatoren


Die Operatoren unterteilen sich in mehrere Gruppen mit unter-
schiedlicher Prioritt.

Hohe Prioritt:       Klammern, mathematische Funktionen (sin, cos...),
                      Negation, *, /, and (und), +, -, or (oder), xor
                      (exklusivoder)

Niedrige Prioritt:   =, <>, >, >=, <, <=


Ausdrcke (Expressions)

Ausdrcke sind rekursiv aufgebaut. Der Aufbau eines Ausdrucks ist:

Ausdruck1 Operator Ausdruck2
oder
Operand

Operanden knnen Kanle oder Register sein.





Syntax der Funktionen von HIMES


Wert := arctan(Wert) Berechnet den Arcustangens in grad.

Wert := sin(Wert) Berechnet den Sinus.

Wert := cos(Wert) Berechnet den Cosinus.

Wert := ln(Wert) Berechnet den natrlichen Logaritmus.

Wert := exp(Wert) Berechnet den Exponetialwert.


Ein Wert kann eine Zahl (Register oder Konstante) oder ein Kanal sein,
beide Werte mssen gleiches Format haben.

Zahl := average(chx) Berechnet den Mittelwert eines Kanals.

Zahl := length(chx) Ermittelt die Anzahl der Signalpunkte minus 1
        eines Kanals.

Zahl := min(chx) Ermittelt die minimale Amplitude eines Kanals.

Zahl := max(chx) Ermittelt die maximale Amplitude eines Kanals.

Zahl := interval(chx) Ermittelt das Zeitintervall zwischen zwei Datenpunkten
                      eines ausgewhlten Kanals.
Zahl := success       Liefert das Ergebnis der letzten READ-, LOAD- oder DIAL-
                      Operation.
                      Liefert 0 wenn die Operation miglckt ist, oder 1 wenn
                      sie erfolgreich abgeschlossen wurde.

Zahl := chx[Zahl] Extrahiert einen einzelnen Datenpunkt eines Kanals.

chx[Zahl] := Zahl Modifiziert einen Datenpunkt eines Signals .
             Ntzlich fr die Signalgenerierung.

chy := deriv(chx) Berechnet die erste Ableitung eines Signals.

chy := integ(chx,Startpunkt) Berechnet das Integral eines Kanals
       beginnend am Startpunkt.

chy := blackman(chx,Startpunkt,Lnge) Berechnet vom Startpunkt an
       ber die angegebene Lnge das Blackman-Fenster von chx.
       Die Lnge wird auf die nchstliegende Zweierpotenz abgerundet.

chy := hamming(chx,Startpunkt,Lnge) s. Blackman-Fenster

chy := hanning(chx,Startpunkt,Lnge) s. Blackman-Fenster

chy := rect(chx,Startpunkt,Lnge) s. Blackman-Fenster
       Rechteckfenster

chy := movavg(chx,Lnge) Glttet die Kurve (moving average)
       eines Kanals in der angegebenen Lnge.

chy := spectrum(chr) Berechnet das normalisierte Amplitudenspektrum.

chy := fftm(chr[,chi] ) Berechnet das Amplitudenspektrum.
       chr ist der Realanteil des Eingangskanals.
       Wenn chi gegeben ist, ist es der Imaginranteil des
       Eingangskanals, wenn nicht, wird chi auf Null gesetzt.

chy := fftp(chr[,chi]) Berechnet das Phasenspektrum.

chy := fft(chr[,chi]) Berechnet Amplituden- und Phasenspektrum.
       Das Amplitudenspektrum wird in chi gespeichert,
       das Phasenspektrum im nchstfolgenden Kanal.
       Ist chi der letzte Kanal, wird das Phasenspektrum
       im ersten Kanal gespeichert.

chy := ifft(chm,chp) Berechnet die inverse FFT. Chm steht
       fr das Amplituden-, chp fr das Phasenspektrum.

refcalc(cha,chb) ndert die Skalierung von Kanal B in die von Kanal A.

display(w-nr) Zeigt das ausgewhlte Fenster (1..3) an.

window(w-nr,cha[,chb,...]) Spezifiziert und aktiviert die
                           aktiven Kanle eines Fensters.


Gre=1     Position 1
      ----------------
      :              :
      :       1      :
      :              :
      ----------------

Gre=2     Position 1..2
      ----------------
      :      :       : Die Bilder
      :   1  :   2   :
      :      :       : sind gedreht
      ----------------

Gre=4     Position 1..4
      ----------------
      :   1  :   2   :
      ----------------
      :   3  :   4   :
      ----------------

print(w-nr,Name,Kommentar 1, Kommentar 2)
                           Druckt ein Fenster in das File "Name". Wenn "Name"
                           eine Schnittstelle bezeichnet wird ber diese direkt
                           auf den Drucker ausgegeben.

read(cha[,chb,...]) Liest die angegebenen Kanle (1..4) vom DSO.

write(cha[,chb,...]) Beschreibt die angegebenen Kanle (3,4) im DSO.

message('Textkonstante',Zahl: Lnge:Dezimaldigits)
                 Gibt eine Meldung aus. Parameter knnen Textkonstanten
                 oder Zahlen sein. Die Anzahl der Parameter ist nicht
                 begrenzt. Wenn ein Parameter eine Zahl ist, lt sich
                 das Ausgabeformat festlegen.Die Lnge entspricht der
                 absoluten Lnge der Zahl, mit Dezimaldigits sind die
                 Nachkommastellen gemeint.

rx := readnum   Whrend des Interpreterlaufs wird eine Zahl
                in das Programm eingelesen.

key             bergibt den ASCII-Kode einer Taste an das Programm.
                Key=0 solange wie keine Taste gedrckt wird.

printer on/off  Bei printer on wird jede Bildschirmausgabe auf dem
                angeschlossenen Drucker mitprotokolliert.

debug on/off    Wenn der Debugger eingeschaltet ist (debug on) wird
                fr jede ausgefhrte Programmzeile der Quelltext angezeigt.

load('Name',cha) Ldt das File 'Name'in Kanal A.

save('Name',cha) Speichert Kanal A in ein File mit dem Namen'Name'.

create(length, interval) Erzeugt ein Signal mit length Datenpunkten, die
                         den zeitlichen Abstand interval haben. Die
                         Amplitude der Datenpunkte ist 1 V.

delete(chx,chy...) Lscht die angegebenen Kanle.

dial('Textkonstante')   Whlt eine Telefonnummer ber ein angeschlossenes Modem

hangup                  Beendet die Telefonverbindung

psave ['Name'] Speichert den Programmtext (Quellprogramm).
               Es wird ein File 'Name`angelegt, wenn `Name' angegeben wird.
               Falls nicht,erfolgt die Speicherung unter dem zuletzt
               angegebenen Programmnamen.

exec ['Name']  Startet das Programm 'Name'. Wenn 'Name'nicht angegeben
               wurde, wird das im Speicher befindliche Programm gestartet.

edit ['Name']  Der Programmtext kann editiert werden.
               Es gilt das gleiche wie fr run.

new            Lschen des Programmtextes.

quit           Verlassen des Interpreters.



Format des ASCII-Files

az 1                            Identifikation und Versionsnummer
                                Kommentarzeile
0  0.00000000000000E+0000  2.50062498707848E-0006 S   horizontaler Referenzpunkt
                                                      Zeit am Referenzpunkt
                                                      horizontale Auflsung
                                                      horizontale Einheit
 0.00000000000000E+0000  3.92156885936856E-0003 V     vertikaler Nullpunkt
                                                      vertikale Auflsung
                                                      vertikale Einheit
511                                                   Anzahl der Datenpunkte - 1
 0.00000000000000E+0000                               Daten
 4.91635893931042E-0002
 9.82082649416682E-0002
 1.47015449392107E-0001
 1.95467029238374E-0001
 2.43445885787690E-0001
 2.90835947519135E-0001


Informationen im Konfigurationsfile "HIMES.CFG"

DSO-model : VC 6045                Typ des DSO's, das gemeinsam mit HIMES
                                   genutzt werden soll.
serial port : COM 2                Serieller Kanal des Rechners.
aktive channels in window 1,2 : 2  aktive Kanle in Fenster 1 und 2
aktive channels in window 3 : 1    aktive Kanle in Fenster 3
aktive window : 1                  aktives Fenster
x-channel in window 1, 2 : 1       horizontaler Kanal fr XY-Modus in Fenster 1, 2
x-channel in window 3    : 1       horizontaler Kanal fr XY-Modus in Fenster 3
interpolation : on                 Interpolation EIN/AUS
grid : on                          Raster EIN/AUS
envelope-mode : off                Envelopemode EIN/AUS
display-transfer only : off        Bildschirmspeichertransfer EIN/AUS
xy-mode : off                      XY-Modus EIN/AUS
cursor : Delta                     Angabeart der Cursorpositionen
shot-type : norm                   "Schuss"-Arten

GPIB-adress of DSO : 1             Nicht relevant fr VC 6025 und VC 6045 !
Baseadress of NEC7210 : $2b8       Basisadresse des Kontrollerchips des
                                   GPIB-Boards
                                   Siehe auch das Manual dieses Kontrollers.

type of graphic-adaptor :          Es besteht die Auswahl zwischen CGA,
                                   EGA, VGA und Hercules. Bei fehlender
                                   Angabe erfolgt eine automatische
                                   Anpassung.

monochrome or color display :      Bei s/w-Monitoren mu monochrom gewhlt
                                   werden.

plot-position (x1 x2 x3 x4) :
              0 5300 5500 10800    Die Plot-Gre lt sich vorgeben.
                                   (X-Werte)

plot-position (y1 y2 y3 y4) :
              0 3332 3468 6800     dto fr Y-Werte
                                   Siehe auch das entsprechende Plotter-Manual.

number of plotter pens : 4         Anzahl der benutzten Stifte des Plotters

                                               Plotpositionen:
                                            ͻ y4
                                                                
                                                                 y3
                                            ͹ y4
                                                                
                                                                
                                            ͼ  y1
                                            x1       x2  x3       x4

printer-type : EPSON LANDSCAPE     EPSON- oder HP-Typ sind mglich
                                   LANDSCAPE und PORTRAIT sind mglich
                                   (Quer- und Hochformat)
Modem-baudrate and timeout      : 9600 40      max. Baudrate : 9600
                                               Timeout wird benutzt fr die
                                               Zeit vom Whlen bis die
                                               Verbindung hergestellt ist
Modem-initialising              : ATZS7=20     Initialisierung Ihres Modems
Dial-prefix                     : ATDT         Whlprefix fr Ihr Modem
Hangup-string                   : +++ATH       Kommando zum Auflegen
Telephone-number                : 49           Standarttelefonnummer


         Informationen ber die Stellung der Dipschalter bei RSO's
         =========================================================

Die Stellung der Dipschalter bei VC-6023/24, VC-6025/45 and VC-6145 sollte
folgendermaen sein :

      1  2  3  4  5  6  7  8                            o  =  oben   ( off )
                                                        u  =  unten  ( on  )
      x  x  x  o  o  o  u  o                            x  =  unbenutzt

Diese Einstellung bedeeutet : 9600 BAUD, 8 Datenbits, 1 Stopbit, Delimiter = CR



    Informationen ber die Kabelbelegung zwischen PC und DSO
    ========================================================

Fr alle DSO's auer VC-54xx

      DSO                                   PC
25 Pin Stecker            25 Pin Buchse          9 Pin Buchse

       1  ---------------------  1  -----------------  nicht vorh.
       2  ---------------------  3  -----------------  2
       3  ---------------------  2  -----------------  3
       4  ---------------------  5  -----------------  8
       5  ---------------------  4  -----------------  7
       7  ---------------------  7  -----------------  5
                                   \                /
                                       alternativ

Fr VC-54xx

      DSO                                   PC
9 Pin Stecker            25 Pin Buchse          9 Pin Buchse

       2  ---------------------  2  -----------------  3
       3  ---------------------  3  -----------------  2
       5  ---------------------  7  -----------------  5
                                   \                /
                                       alternativ


























































